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Veranstaltungsreihe: Antisemitismus im Fußball

USP Antirazzista lädt ein zur Veranstaltungsreihe mit dem Themenschwerpunkt "Antisemitismus im Fußball". Dazu wird es von März bis Mai drei Veranstaltungen geben.

 

 Donnerstag. 21. März, 19:00 Uhr: "Antisemitismus und Fankultur"

"Hamas, Hamas, Juden ins Gas" - nicht immer äußert sich Antisemitismus in Fankurven derart offen wie am Beispiel der Fanszene von Feyernoord Rotterdam, die diese Parole beim Spiel gegen Ajax Amsterdam vielfach verwendet hat. In deutschen Fanszenen tritt oft eher der so genannte sekundäre Antisemitismus auf. Hier wie europaweit aber ist Antisemitismus gesellschaftliche Realität, die auch und besonders im Stadion sichtbar wird. Der Vortrag legt die Grundlage für die Veranstaltungsreihe, ordnet Hintergründe ein und stellt dar, warum das Thema für politisch denkende Fußballfans von hoher Bedeutung sein sollte.

Peter Römer ist Historiker und Politikwissenschaftler, arbeitet in einer Gedenkstätte und ist St. Pauli-Fan.

(Facebook-Event)

 

Donnerstag, 18. April 2019, 19:00 Uhr: "Rattenball macht Sport kaputt?"

Als RB Leipzig vor einigen Jahren auf der Bühne des deutschen Profifußballs erschien, war der Widerstand groß, vor allem Ultras und organisierte Fans machten ihrem Unmut über das „Kunstprodukt“ Luft. Seitdem ist es ein wenig ruhiger geworden, Aktionen finden jedoch noch immer statt. Diese sind unterschiedlich gut und manches ist Geschmackssache, wir wollen aber vor allem dort genauer hingucken, wo die Kritik an RB Gefahr läuft ins Antisemitische abzudriften.

Zunächst gibt es einen kurzen Überblick über die Geschichte von RB, dann wird eine Definition von Antisemitismus versucht, um sich anschließend verschiedene Aktionen gegen RB anzugucken und zu sehen, wie dort argumentiert wird. Außerdem spannend: Wofür kann RB eher kritisiert werden oder sind die einfach am besten im Business und was ist eigentlich mit Hoffenheim, Wolfsburg oder Leverkusen?

Rinus Kempf ist Sozialwissenschaftler aus Hamburg und Sankt Pauli-Fan.

(Facebook-Event)

 

Donnerstag, 23. Mai 2019 von 19:00 Uhr: "Von Schlappekickern und Juddebube"

In den 1920er Jahren galt die Eintracht in Frankfurt als der „Judenverein“. Matthias Thoma vom Eintracht-Museum berichtet heute in seinem Vortrag über die Geschichte der „Juddebube“ und blickt auch auf den heutigen Umgang der Verantwortlichen mit diesem Erbe. Außerdem gibt er einen Überblick über die Geschichte des jüdischen Sports in Deutschland von den Anfängen bis zum Verbot im Jahr 1938 – und über die Neugründungen jüdischer Vereine nach 1945.

Matthias Thoma, Jahrgang 1972, leitet seit 2007 das Eintracht-Museum im Stadion.

(Facebook-Event)